Buchvorstellung von „Combattre“ von Sensei Tharcisse Sinzi, 6. Dan

Samstag, 3. Mai
Vernissage du livre "Combattre" de Sensei Tharcisse Sinzi, 6ème dan

Dank der Einladung des Vereins Urumuri konnten wir an der Buchvorstellung von „Combattre“ teilnehmen, das die Geschichte von Sensei Tharcisse Sinzi während des Völkermords an den Tutsi in Ruanda vor 31 Jahren erzählt.

Sein ergreifender Bericht schildert seinen heldenhaften Einsatz im April 1994, als er sich entschloss, den Massakern Widerstand zu leisten, indem er die Verteidigung eines Hügels organisierte und so mehr als 3.500 Menschen rettete. Dank seines Rufs als Karate-Meister schenkten ihm die Menschen Gehör, und so gelang es ihm, die Bevölkerung seines Landes zu mobilisieren.


Indem wir die Vergangenheit niemals vergessen, hoffen wir, dass es mehr Frieden auf dieser Welt geben wird und dass sich solche Völkermorde nie wiederholen werden.


Ein großes Dankeschön an Julien, Leandro und Thalia, die nicht nur seiner Geschichte zugehört, sondern auch einen Moment auf der Bühne mit Sensei Tharcisse Sinzi geteilt haben.


https://www.urumuri.ch/


ZUSAMMENFASSUNG DES BUCHES „COMBATTRE“:

„Ich versammelte meine Gruppe um mich herum und erklärte ihnen, was mein Vater mir einige Tage zuvor gesagt hatte. Wir konnten uns nicht einfach töten lassen, ohne uns zu wehren. Wir mussten Widerstand leisten und uns organisieren, um diejenigen zurückzuschlagen, die uns ausrotten wollten. Wir würden Krieg führen wie die Samurai von Okinawa, ohne Waffen, aber mit unseren Körpern und dem, was uns die Natur bot. Und wenn wir gemeinsam kämpften, könnten wir überleben.“

Am 13. April 1994, in der Region Butare im Süden Ruandas, eine Woche nach Beginn des Völkermords an den Tutsi, beschloss Tharcisse Sinzi zu kämpfen, um nicht zu sterben. Angesichts der Hutu-Milizen organisierte er daraufhin vom höchsten Hügel der Region aus den Kampf einer Gruppe von fast 3.500 Menschen. Zum ersten Mal erzählt dieser Held des Widerstands seine ergreifende Geschichte.


„Eine Lektion in Mut und Überleben von universellem Wert.“ Gaël Faye