Karate-Do, die Kunst des Friedens

Karaté-Do, l’art de paix

„Leere Hand“, dem Frieden entgegen gestreckt und frei von jeglicher bösen Absicht.

Karate zur Selbstverteidigung: Einstellung.

Unsere Einstellung bestimmt zu jeder Zeit unseren Umgang mit anderen!

Mit unserer Einstellung fördern wir Gewaltfreiheit.
Wir entscheiden uns auch dafür, uns nicht alles gefallen zu lassen.



Die 7 Tugenden des Bushido:

Ein Samurai muss diesem Kodex folgen. Das ist sein Weg.

Ein Verstoß führt zur Entehrung des Samurai.

Diese Regeln können sowohl Konflikte verhindern oder deren Eskalation vermeiden und uns aus schwierigen Situationen befreien, als auch dazu führen, dass wir uns für eine gute Sache in eine Auseinandersetzung begeben.

Auch wenn sie veraltet oder zu idealistisch erscheinen mögen, spiegeln sie doch ein Ideal von Disziplin, Ehre und sozialer Verantwortung der feudalen japanischen Gesellschaft wider. Sie entsprechen jedoch auch den Erwartungen der heutigen Schweizer Justiz:


- Rechtschaffenheit oder Gerechtigkeit

-Mut

- Wohlwollen oder Mitgefühl

-Respekt und Höflichkeit

- Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit

-Ehre

-Loyalität

 

 

Einstellungen, die man beim Beschreiten des Weges (Do) annehmen sollte:

Im Allgemeinen sind diese Haltungen nicht konfliktauslösend.

-Das eigene Ego zurückstellen.

-Nicht lügen.

- Nicht kritisieren oder urteilen.

- Sei nicht eifersüchtig, neidisch, besitzergreifend oder jähzornig.

- Nicht nach „Macht“ streben.

 

 

Fazit:

Es ist wichtig, zu vermeiden, in eine missliche Lage zu geraten, und zu verhindern, dass eine Situation eskaliert.

Unsere verbalen und nonverbalen Verhaltensweisen lösen Handlungen und Reaktionen aus. Durch unser Handeln und unser Nicht-Handeln sind wir mitverantwortlich für das, was um uns herum geschieht.

 

Me G. Funakoshi:

-Die höchste Stufe der Kampfkunst besteht darin, ohne zu kämpfen zu siegen. Das „Nicht-Handeln“. Die Grenze liegt zwischen der Weigerung zu kämpfen und dem Respekt vor dem anderen. Die Weigerung, anderen Schaden zuzufügen.

– Das „Nicht-Handeln“ beseitigt die Aggressivität des Gegners und lässt ihn jeden Angriffsversuch aufgeben, um ihn auf die Schönheit des Lebens auszurichten.

Karate-Do bedeutet „leere Hand“, die nach Frieden strebt und frei von jeglichen bösen Absichten ist.

 

Das Wesen des Karate-Do ist vor allem die Kunst, Konflikte zu vermeiden, deren Eskalation zu verhindern und sie zu lösen, ohne dabei die Folgen ertragen zu müssen.

 

 

Literaturhinweise: „Chroniques Martiales“ von Henry Plée; „L’Art sublime et ultime des points Vitaux“ von Henry Plée; „Kase-Ha l’Héritage“ von Albert Boutboul.